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Barrelhouse Chuck

Barrelhouse-Chuck_sw.jpg - Barrelhouse-Chuck_sw 2005


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Barrelhouse Chuck, der mit bürgerlichem Namen Charles Goering heisst, kam 1958 in Columbus, Ohio, zur Welt. Schon als kleines Kind begann er zuerst Schlagzeug, dann Klavier zu spielen. Seine Eltern übersiedelten nach Florida. Dort hörte er seine erste Schallplatte von Muddy Waters mit Otis Spann. Die Aufnahmen berührten ihn im Innersten und führten zu einer lebenslangen Faszination mit dem Blues.

Beschreibung:

Er kaufte sich jede Bluesscheibe, die ihm in die Hände kam. Schon bald gründete er seine eigene Band und erschien im Vorprogramm von Leuten wie Willie Dixon, B.B. King und Bo Diddley. Als Muddy Waters Ende der siebziger Jahre in Florida auf Tournée war, folgte ihm Barrelhouse Chuck an sämtliche Konzerte in der Gegend, bis ihn Muddy Waters von der Bühne herab fragte: „Hey, you followin' me?" Am nächsten Morgen hatte er Gelegenheit, Muddy Waters und seine Band beim Frühstück kennenzulernen.

 

1979 realisierte Chuck, dass er Musiker werden wollte. Er fuhr mit dem Auto vierundzwanzig Stunden lang von Florida nach Chicago, wo er sich direkt zum B.L.U.E.S. Club an der Halsted Street begab, um den legendären Sunnyland Slim zu hören. Sunnyland nahm den enthusiastischen Jungen unter seine Fittiche und zeigte ihm bei sich zuhause, was er selbst auf dem Piano gelernt hatte. Er stellte ihn auch seinen Kollegen vor, den Pianisten Pinetop Perkins, Lafayette Leake, und Little Brother Montgomery, mit dem Sunnyland eine Freundschaft verband, die bis ins Jahr 1923 zurückreichte. Little Brother lud Barrelhouse Chuck in sein Haus ein, setzte sich ans Klavier und zeigte ihm neue Dinge und erweiterte seinen musikalischen Horizont. Chuck verdankte seinem Lehrmeister die Mühe, indem er ihm an Auftritte chauffierte und sich um Little Brother kümmerte, als dessen Gesundheitszustand sich verschlimmerte. Als Little Brother Montgomery 1985 starb, verlor Chuck nicht nur einen Mentor, sondern auch einen seiner besten Freunde.

 

Barrelhouse Chuck entwickelte sich zu einem gesuchten Begleiter. Die Liste der Musiker, mit denen er aufgetreten ist und aufgenommen hat, liest sich wie ein „who is who" des Chicago Blues: Jimmy Rogers, Louis Myers, Jimmy Dawkins, Hubert Sumlin, Billy Boy Arnold, S.P. Leary, Detroit Junior, and Smokey Smothers. Chuck spielt regelmässig unter eigenem Namen, sei es in Nordamerika, Südamerika oder Europa.

 

Chuck ist einer der wenigen lebenden Blues Pianisten, der wirklich direkt von den alten Meistern gelernt hat und ihre Tradition in seinem Klavierspiel weiterleben lässt.




Ein Film bereitgestellt durch mNet:



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